EML: Ideenfabrik mit Mehrwert

Vom Datenspeicher Tesafilm bis zur Sprachtechnologie: Heidelberger IT-Forschungsunternehmen EML Europan Media Laboratory GmbH feiert 20-jähriges Bestehen.

Heidelberg. Was verbindet Tesafilm als Datenspeicher, ein digitales Stadtinformationssystem und eine Sprachsteuerung fürs Auto miteinander? Sie entstanden alle im Heidelberger IT-Forschungsunternehmen EML European Media Laboratory GmbH, das in diesem Sommer sein 20-jähriges Bestehen feiert. „Das EML ist eine Ideenfabrik“, erläuterte Prof. Andreas Reuter bei der Übergabe der Jubiläumsurkunde am Firmensitz im Mathematikon durch den Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar, Dr. Thilo Schenk. Aktuell entwickeln die rund 20 Mitarbeiter des EML Software und neue Methoden in der Sprachtechnologie, wie zum Beispiel Sprachsteuerungen fürs Auto oder die automatische Verschriftung von Vorträgen. Darüber hinaus sind durch Ausgründungen in den letzten 20 Jahren zusätzlich mehr als 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Region entstanden. „Am 20. August 1997 wurde das EML ins Handelsregister eingetragen“, so Dr. Thilo Schenk, Verantwortlicher für Technologietransfer und Kooperationen der IHK Rhein-Neckar. „Seine Erfolgsgeschichte bestätigt das hohe Potential unserer Region. Wir gratulieren herzlich zu diesem Jubiläum.“

„IT“ als „Intuitive Technologie“ verstehen

Im Sommer 1997 rief der SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (1940-2015) die EML European Media Laboratory GmbH ins Leben. Sie sollte IT-basierte Systeme entwickeln, die intuitiv nutzbar sind, und einen Beitrag zum Technologietransfer leisten. Den Transfer schaffte das EML schon in wenigen Jahren: Der Physiker Steffen Noehte hatte 1998 entdeckt, dass man auf Tesafilm Daten speichern kann. Mit seiner Arbeitsgruppe am EML entwickelte er das Projekt bis zur Ausgründung. Das Ergebnis: die tesa scribos GmbH, die als Tochter der tesa AG mit mehr als 60 Mitarbeitern in Heidelberg Sicherheitsetiketten für hochwertige Produkte herstellt.

Intuitiv nutzbar sollte der digitale Touristenführer sein, an dem die EML-Forscher seit der Gründung im „Deep Map”-Projekt arbeiteten. Was vor 20 Jahren noch Utopie war, wurde mit dem Siegeszug der Smartphones Realität: Nach zehn Jahren Forschung wurde die „Heidelberg Mobil International GmbH“ ausgegründet. Sie erstellt seither mit rund 60 Mitarbeitern am Standort Heidelberg mobile Portale für Messen wie die CeBIT.

Auch auf der akademischen Seite trug das Projekt Früchte. Der ehemalige EML-Mitarbeiter und „Deep Map“-Mitentwickler Alexander Zipf wurde Professur für Geoinformatik an der Universität Heidelberg und leitet dort auch das neu gegründete „Heidelberg Institute for Geoinformation Technology“ (HeiGIT), das von der Klaus Tschira Stiftung gefördert wird und ebenfalls im Mathematikon sein Domizil aufgeschlagen hat. Das Institut entwickelt unter anderem Geoinformationsdienste für humanitäre Zwecke, zum Beispiel beim Katastrophenmanagement nach Erdbeben oder Überschwemmungen.

Von „Deep Map“ zu „Deep Learning“

Seit 2007 liegt der Schwerpunkt des EML auf der Sprachtechnologie. So entwickeln die Mitarbeiter Software zur automatischen Spracherkennung und Verschriftung gesprochener Sprache, die in Kommunikationssystemen von in- und ausländischen Kunden und Partnern zum Einsatz kommt. Sie wenden dabei „Deep Learning“-Methoden aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz an.

So kommt die EML-Sprachtechnologie zum Beispiel im Bereich des telefonischen Kundenkontakts zum Einsatz.  Sie wandelt die eingehenden Anrufe sofort vollautomatisch und sprecherunabhängig in maschinell durchsuchbaren Text um. „Durch maschinelle Lernverfahren, also neuronale Netzen und Deep Learning erreichen wir höchste Erkennungsraten“, erläutert EML-Forschungs- und Entwicklungsleiter Dr. Siegfried Kunzmann.  Die Ergebnisse werden dann nach vordefinierten Themen-Kategorien, der Häufigkeit von bestimmten Ausdrücken sowie Schlüsselwörtern kategorisiert. Die Spracherkennung in Echtzeit erlaubt auch die einfache Überprüfung und effiziente Einhaltung der Gesprächsrichtlinien im Call-Center.

Der intelligente Anrufbeantworter

Eine andere Anwendung ist der intelligente Anrufbeantworter, den die EML-Sprachtechnologen ihren Telefonie-Partnern als Zusatzfunktion zur Verfügung stellen. Wer angerufen wird, aber nicht persönlich erreichbar ist, erhält den Inhalt der Nachricht komplett verschriftet als E-Mail auf sein Smartphone. Er muss also seine Nachricht nicht abhören, sondern liest sie einfach und kann in Ruhe per E-Mail antworten. Diese Funktion ermöglicht zum Beispiel kleineren Firmen eine bessere Erreichbarkeit, die sonst nur große Unternehmen bieten können. Aber auch Familien, die über die Republik verstreut wohnen, aber immer in Kontakt bleiben wollen, profitieren davon.

Forschend in die Zukunft

Das EML ist auch an neuen Forschungsprojekten im Auftrag der EU und des Bundesforschungsministeriums beteiligt. Im EU-Projekt „LISTEN“ („Hör zu!“) entwickeln Partner aus drei Ländern ein verlässliches, mehrsprachiges Spracherkennungssystem für intelligente Wohnungen. Neben Sprachbefehlen wie „Licht aus!“ oder „Rollläden herunterfahren!“ können auch Internetanwendungen natürlich-sprachlich bedient werden. Kern des Projekts ist ein streichholzschachtelgroßes Gerät mit acht eingebauten Mikrofonen. Das EML passt seine Sprachtechnologie-Werkzeuge an die Projekterfordernisse an. So ist es im Gegensatz zur gegenwärtigen Praxis großer Anbieter auch möglich, die Spracherkennung im Gerät selbst zu installieren – ein Plus für den Datenschutz.

Ein weiteres Beispiel ist das BMBF-Projekt „Kooperative Fahrer-Fahrzeug-Interaktion“ (KOFFI), an dem das EML gemeinsam mit Daimler, Bosch, der Universität Ulm, der Hochschule Heilbronn und der Hochschule der Medien Stuttgart arbeitet. Die EML-Spezialisten haben hier bereits Erfahrung: Gemeinsam mit dem Fahrzeugumbauer Mobilcenter Zawatzky aus Meckesheim brachten sie vor zwei Jahren eine Sprachsteuerung für barrierefreies Fahren in den Markt.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.eml.org

20 Jahre EML – 20 Jahre Technologietransfer. Aus diesem Anlass überreichte die IHK Rhein-Neckar dem Forschungsunternehmen eine Ehrenurkunde. V.l.n.r. EML-Geschäftsführer Prof. Andreas Reuter (EML), Dr. Thilo Schenk (IHK), EML F + E Leiter Dr. Siegefired Kunzmann. Foto: © EML

21.08.2017|

MVV und Europa-Park schließen Partnerschaft bei Elektromobilität – Mit sauberer Power zum Europa-Park und nach Hause

Elektromobilität wird auch in Deutschland mehr und mehr zu einem nachhaltigen Baustein der Energiewende. Passend dazu entwickelt das Mannheimer Energieunternehmen MVV als einer der Vorreiter der Energiewende in Zusammenarbeit mit innovativen Partnern neue Geschäftsmodelle für eine moderne, zukunftsorientierte und nachhaltige Mobilität. Durch eine Partnerschaft mit dem Europa-Park im südbadischen Rust machen beide Unternehmen nun einen gemeinsamen Schritt auf diesem Weg. Dabei errichten die Inhaberfamilie Mack und die MVV-Tochter MVV Enamic auf dem Besucherparkplatz des Freizeitparks und des Hotel Resort zwei Ladesäulen, an denen vier Elektrofahrzeuge gleichzeitig geladen werden können.

„Die Mobilität der Zukunft ist elektrisch, effizient und kommt lokal ohne Emissionen aus“, betont MVV-Vorstandsmitglied Ralf Klöpfer. „Wir sind als Energieunternehmen ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden, wenn es darum geht, die Infrastruktur für Elektromobilität voranzubringen. So ebnen wir gemeinsam den Weg zum Verkehr von morgen.“

Für den Europa-Park sind die Ladesäulen ein neues und innovatives Angebot an Besucher, die heute schon auf das elektrische Fahren setzen. „Elektromobilität wird in den kommenden Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewinnen“, sagt Markus Spoth, Energiemanager des Europa-Park. „Wir freuen uns, dass wir bereits heute mit unserem Partner MVV allen Besuchern mit Elektrofahrzeugen ein Angebot machen können. Gleichzeitig unterstreichen wir so unser Engagement für Nachhaltigkeit und die Verminderung von Emissionen.“

Foto: © MVV AG

08.08.2017|

Italcementi wird Rechtsmittel gegen Bußgeldentscheidung der italienischen Kartellbehörde einlegen

Italcementi S.p.A., HeidelbergCement`s italienischer Tochtergesellschaft wurde heute eine Bußgeldentscheidung der italienischen Kartellbehörde zugestellt. Das zugrundeliegende Verfahren bezog sich auf angebliche verbotene Marktkoordination zwischen Wettbewerbern auf dem Italienischen Grauzementmarkt einschließlich abgestimmter Preiserhöhungen. Das Bußgeld beträgt 84 Mio EUR. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Zeitraum von Juni 2011 bis Januar 2016, in dem Italcementi noch nicht zu HeidelbergCement gehörte. HeidelbergCement hat den damals kontrollierenden Anteilseigner von Italcementi vorsorglich informiert, weil der mit ihm geschlossene Anteilskaufvertrag eine übliche Absicherung gegen derartige Risiken enthält.

HCAG nimmt die Entscheidung zur Kenntnis. Italcementi wird Rechtsmittel gegen die Entscheidung und das Bußgeld einlegen, da Italcementi davon ausgeht, dass die Vorwürfe der Behörde sowohl in sachlicher als auch in rechtlicher Hinsicht unbegründet sind. Ferner ist Italcementi fest davon überzeugt, dass es unter vollständiger Einhaltung geltender Kartellgesetze gehandelt hat.

Foto: © HeidelbergCement AG

08.08.2017|

Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim investiert nach Exit in weitere Startups

Die Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim (BWM) GmbH unterstützt technologieorientierte sowie kreativwirtschaftliche Startups mit Beteiligungskapital, damit diese wachsen und ihren Unternehmenswert steigern können. Nun hat der BWM erstmalig seine Anteile an einem geförderten Unternehmen, der OPAL – Operational Analytics GmbH, gewinnbringend verkauft. Mit diesem Exit, also dem Verkauf der Anteile am Unternehmen, stehen dem BWM neue finanzielle Mittel zur Verfügung. Diese werden für Investitionen in weitere Startups verwendet. Interessierte Gründungsunternehmen können sich ab sofort bewerben. Der BWM, 2011 mit Unterstützung der Europäischen Union und des Landes Baden-Württemberg aufgelegt, hatte in acht Unternehmen investiert und war seit Mai 2015 ausfinanziert. Im November 2014 konnten die jungen Gründer von OPAL, Alexander Gossmann und Marc Huber, mit ihrer Unternehmensidee überzeugen und damit den BWM als ihren ersten Investor gewinnen. Seitdem ist das im September 2013 gegründete Unternehmen stetig gewachsen, bis schließlich vor wenigen Wochen Unternehmensanteile verkauft werden konnten. „Der Erlös wird zurück in den Beteiligungsfonds fließen, sodass wir in weitere Startups aus der Technologiebranche und Kreativwirtschaft investieren und sie auf ihrem Weg zu einem erfolgreichen Unternehmen unterstützen können“, freut sich Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch über die erfolgreiche Förderung.

Die OPAL – Operational Analytics GmbH haben die beiden Wirtschaftsinformatiker Gossmann und Huber mit dem Ziel gegründet, Analysen und Prognosen für frische Lebensmittel in Echtzeit zu erstellen. Sie entwickelten eine Software, die es Kunden im Lebensmitteleinzelhandel ermöglicht, exaktere Absatzprognosen zu treffen. Dabei nutzen sie historische Verkaufsdaten, die um externe Faktoren wie Wetter, Feiertage oder saisonale Besonderheiten ergänzt werden. Anfangs wurden die Gründer durch das Gründerstipendium EXIST des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unterstützt. Zudem war OPAL seit der Gründung Mitglied des SAP Startup Focus Programms, seit Februar 2014 ist das Unternehmen Partner der SAP SE. Gossmann und Huber planen mit dem Verkauf der Anteile der BWM an einen strategischen Investor weitere Zielmärkte zu erreichen. „Das Engagement des BWM hat uns vor allem in der Anfangsphase sehr geholfen, OPAL aufzubauen und eine solide Grundlage für das weitere Wachstum zu schaffen. Mit unserem strategischen Investor können wir nun gemeinsam an der Digitalisierung vorhandener und neuer Märkte arbeiten“, hebt Gossmann, Geschäftsführer von OPAL, hervor.

Der Beteiligungsfonds gewährt in Form von stillen oder offenen Beteiligungen eine Finanzierung von 50.000 bis maximal 200.000 Euro. Unterstützt werden innovative, technologieorientierte Unternehmen oder Unternehmen aus der Kreativwirtschaft, die sich in der Seed-Phase, also in der Regel bis fünf Jahre nach ihrer Gründung, befinden. Der Regelbeteiligungszeitraum beträgt fünf bis zehn Jahre. „Wir haben in einer sehr frühen Phase in das Unternehmen investiert und freuen uns nun, nach nur zweieinhalb Jahren, über den erfolgreichen Verkauf“, so Christiane Ram, Leiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung. „Unser erster Exit zeigt, dass ein Frühphasenfonds wie der BWM eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Beteiligungsangeboten darstellt. Der BWM konnte das junge Unternehmen OPAL dabei unterstützen, sich in seiner Gründungsphase weiter zu entwickeln und nunmehr, wenn ein anderer Investor die Wachstumsstrategie des Startups begleiten wird, erfolgreich aussteigen“, bestätigt Verena Eisenlohr, Geschäftsführerin des BWM.

Hintergrund zum Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH

Die Beteiligungsfonds Wirtschaftsförderung Mannheim GmbH wurde im Dezember 2011 gegründet und mit insgesamt 1,65 Millionen Euro ausgestattet. Davon stellte die Europäische Union im Rahmen ihres Förderprogramms „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ – Teil EFRE in Baden-Württemberg 2007-2013 50 Prozent zur Verfügung. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich mit 17,5 Prozent, die Stadt Mannheim mit 32,5 Prozent. Verena Eisenlohr und Prof. Dr. Christof Hettich sind die Geschäftsführer der Gesellschaft. Ein Beteiligungsausschuss stimmt fachverantwortlich über die Unternehmen ab, in die der BWM investieren soll. Die Mitglieder des Beteiligungsausschusses werden jeweils auf zwei Jahre berufen. Der Beteiligungsausschuss setzt sich aktuell zusammen aus Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch und Christiane Ram, Fachbereichsleiterin der Wirtschafts- und Strukturförderung, sowie den bestellten Mitgliedern Prof. Dr. Dietmar von Hoyningen-Huene (Sachverständiger Technologieentwicklung, Rektor a.D. der Hochschule Mannheim), Thomas Steckenborn (Sachverständiger Gründungen/Unternehmen, Gründer und Geschäftsführer der CEMA AG) und Prof. Axel Kolaschnik (Sachverständiger Kreativwirtschaft, Prodekan der Fakultät für Gestaltung Hochschule Mannheim).

Foto: © Rhein-Neckar

03.08.2017|

Bilfinger erneut Top-Industriedienstleister in Deutschland

Bilfinger ist für Unternehmen in Deutschland mit Abstand erste Wahl in Sachen Industriedienstleistungen. Bereits zum neunten Mal in Folge belegte der Seriensieger Platz eins im Industrieservice-Bereich. Das ist das Ergebnis der renommierten Lünendonk-Liste 2017, die die Lünendonk & Hossenfelder GmbH jährlich erstellt. Mit einem Inlands-Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern rund ein Viertel mehr als der Zweitplatzierte. Tom Blades, CEO von Bilfinger: „Ich freue mich, dass wir nahezu ein Jahrzehnt ununterbrochen die Rangliste anführen. Wir steigern die Effizienz von Anlagen und senken gleichzeitig die Kosten der Instandhaltung – das wissen unsere Kunden zu schätzen. Gerade im Bereich der Digitalisierung setzen wir mit Predictive Maintenance in unserer Branche Maßstäbe.“ Durch die fortschreitende Digitalisierung erfährt die Entwicklung hin zu Predictive Maintenance einen enormen Schub. Mit Standards auf hohem Niveau und Best Practices kann Bilfinger im Geschäftsfeld Maintenance, Modifications & Operations (MMO) seinen Kunden modernste Instandhaltung anbieten.

Ein Beispiel für Predictive Maintenance ist das Pilotprojekt von Bilfinger mit Münzing Chemie. Bilfinger erfasst dabei die technischen Informationen zu einer bestehenden Pulveranlage digital. Gleiches gilt für zwei chemische Reaktoren. Über die neue digitale MMO-Plattform von Bilfinger werden zudem Instandhaltungs- und Produktionsdaten zusammengeführt und umfassend ausgewertet. Details der Anlage sind mit nur wenigen Klicks über die integrierte Bilfinger-MMO-Plattform abrufbar. Zusätzlich werden alle Engineering-, Maintenance-, Produktions-, Umwelt- und Energiedaten, die während des Anlagen-Lifecycles anfallen, in der Plattform systematisch zusammengeführt und analysiert. Ziel ist es, aus dem so entstehenden Datenportfolio neue Potenziale für die Steigerung der Anlageneffizienz und -verfügbarkeit zu erschließen.

Foto: © Bilfinger

21.07.2017|

Dr. Wolfgang Heer (CEO Südzucker): „Der Nährstoff Zucker wird diskriminiert!“

In seiner Eröffnungsrede zur diesjährigen Hauptversammlung der Südzucker AG betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Heer die aus seiner Sicht wichtige Rolle, die Zucker in der Ernährung hat.

Dr. Wolfgang Heer: „Die öffentliche Diskussion um Zucker reißt nicht ab. Im Gegenteil: Erst kürzlich hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Entwurf für die sogenannte „Nationale Strategie für die Reduktion von Zucker, Fetten und Salz in Fertigprodukten“ vorgelegt. Aufgrund eines vermeintlichen Zusammenhangs zwischen Zuckerkonsum und Übergewicht sowie diversen weiteren Krankheitsbildern sollen Lebensmittelhersteller dazu motiviert werden, den Zuckeranteil in bestimmten Produktgruppen zu reduzieren. Diese offensichtliche Diskriminierung des Nährstoffes Zucker lehnen wir entschieden ab. Übergewicht ist das Resultat eines Kalorienüberschusses, egal, in welcher Form die Kalorie aufgenommen wird. Eine ausgeglichene Kalorienbilanz ist einerseits das Ergebnis einer ausgewogenen und vielseitigen Ernährung – in der Zucker seinen Platz hat – und andererseits körperlicher Aktivität.“

Foto: © Südzucker

20.07.2017|
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