Mitgründer der Agentur BLIM für Digitales Marketing, passionierter Blogger, Filmemacher und DJ – Maximilian Hartmann ist in der Region Mannheim vielseitig unterwegs. Seine Kunden kennen ihn als Geschäftsführer Kreation, Content und Video der BLIM GmbH. Vielen Bürgern Mannheims ist er vermutlich eher als Gründer des Blogs Mannheimat bekannt. Wir sprachen mit ihm über seinen Werdegang, die Arbeit für BLIM, seine Liebe zur Stadt Mannheim und darüber, wie er mit eben dieser Heimatliebe selbst im fernen China begeistern konnte.

Gründer Maximilian Hartmann im Interview mit dem ku.bus-Team

Maximilian Hartmann wird im beschaulichen Lich bei Gießen geboren. Im Kleinkindalter zieht er mit seiner Familie in die Nähe von Mainz, wo er aufwächst und sein Abitur macht. Bereits damals ist ihm jedoch klar: Obwohl er seine Kindheit und Jugend in Mainz genossen hat, soll es für ein Studium in eine neue Stadt gehen. Bei der Wahl seines Studienstandortes spielt dennoch zunächst eine gewisse Heimatverbundenheit eine große Rolle. So entscheidet er sich für Mannheim, um zumindest am Wochenende den Kontakt zu seinem Mainzer Freundeskreis aufrecht zu erhalten. Allerdings fasst Hartmann in Mannheim schnell Fuß, sodass sich „dieser Heimatbezug ganz schnell erledigt“ hatte. Auch seinem Nebenjob aus Schulzeiten – dem Auflegen als DJ – geht Hartmann fortan neben dem Studium in der neuen Heimat Mannheim nach.

Er beginnt zunächst ein Studium der Volkswirtschaftslehre. Obwohl ihm das Studium liegt, merkt er schnell: die BWL-Nebenfächer, wie z.B. Marketing, machen ihm bedeutend mehr Spaß als die pure Mikro- und Makroökonomie. Daher entscheidet er sich, das VWL-Studium abzubrechen und Medien- und Kommunikationswissenschaften & Germanistik zu studieren – eine Entscheidung, für die er in der Familie zunächst nur Kopfschütteln erntet. Doch der Studienfachwechsel stellt sich als goldrichtige Wahl heraus. Dennoch schließt Hartmann auch sein Zweitstudium nicht ab. Denn bereits während des Studiums wird er zum Mitgründer der BLIM GmbH – einer Agentur für digitales Marketing. Er entscheidet sich – erneut fällt das Feedback aus der eigenen Familie verhalten aus -, das Studium vorerst zurückzustellen. Eine Entscheidung, die sich rückblickend für ihn jedoch als die Richtige herausstellt.

Hartmann in seinem Mannheimer Büro. Anfangs, so erklärt er, sei er in die Selbstständigkeit mehr oder weniger „hineingerutscht“.

Wirklich bewusst zur Selbstständigkeit entschieden habe er sich allerdings nicht, erklärt Hartmann. So habe er sich vor Abbruch seines Zweitstudiums zunächst informiert, ob er im Falle eines frühen Scheiterns der Agentur an die Uni zurückkehren könne. Er sei also mehr oder weniger „hineingerutscht“, die Agentur habe sich um ihn und seine Projektarbeit herum entwickelt. Am Anfang stand dabei ein (längerfristiges) Projekt für den Mannheimer Morgen, welches der frischgegründeten Agentur in den ersten Jahren eine gewisse Planungssicherheit ermöglichte.

In den Folgejahren ist BLIM stetig gewachsen, durchlief nach der Trennung von einem der Mitgründer Ende 2015 jedoch eine erste, schwierige Phase. In diesem Zuge hat sich auch die Produktpalette von BLIM verändert. Anfangs waren Hartmann und seine Mitgründer Ralph Dreibholz und Christoph Schumacher noch stark im Eventmarketing vertreten und organisierten demnach viele Firmenevents. Auch der Bereich Personal spielte eine große Rolle, so hat BLIM „jahrelang bei Heimspielen der TSG Hoffenheim Promoter gestellt“. Nach dem Ausstieg des besagten Mitgründers beschränkt sich BLIM jedoch auf drei Kernprodukte: Die Erstellung und Gestaltung von Websites, die Produktion von Image- und Animationsfilmen sowie das Online Marketing – wirklich „Bock“ auf Event und Personal habe man Ende 2015 ohnehin schon nicht mehr gehabt. Erneut eine Entscheidung, die sich rückblickend als goldrichtig bewerten lässt.

BLIM („Below the line Marketing“) spezialisiert sich auf die Gestaltung von Websites, die Produktion von Videos und Imagefilmen sowie das Online Marketing. Oft bestellen die Kunden End-to-End-Lösungen „aus einer Hand“.

Heute besteht das Team von BLIM aus rund 10 Leuten. Maximilian Hartmann betont, dass ihm und seinen Kollegen innerhalb der Agentur eine familiäre Atmosphäre besonders wichtig sei. Auch auf soziales Engagement in der Region legt BLIM großen Wert. Zwar seien große finanzielle Aufwendungen nicht möglich, doch im Rahmen seiner Möglichkeiten engagiert sich BLIM gerne mit KnowHow und Arbeitsleitung für gemeinnützige Organisationen. Zum klassischen Kundenstamm zählt Hartmann hingegen viele mittelständische Unternehmen aus der Region. Digitale Leistungen „aus einer Hand“ werden sehr geschätzt, weshalb Kunden oftmals mit Anfragen nach digitalen „Gesamtpaketen“ an BLIM herantreten.

Aus diesem Grund sei auch kaum eine Konkurrenzsituation mit großen Agenturen zu spüren. Viele Kunden entschieden sich, so Hartmann, bewusst für eine Zusammenarbeit mit BLIM, gerade weil er und seine Mitarbeiter oft agiler und innovativer agieren könnten als die „großen Konkurrenten“. Darüber hinaus könnte ihm allerdings auch zu Gute kommen, dass er auch abseits seiner Tätigkeit für BLIM vielen Mannheimern ein bekanntes Gesicht ist.

Sein Blog Mannheimat ist für Maximilian Hartmann eine „kleine, große Liebeserklärung“ an seine Stadt. Dort schreibt er „über alles, was [ihn] interessiert“.

Viele Mannheimer kennen Maximilian Hartmann auch als Gründer und Betreiber des Blogs „Mannheimat“. Diesen hat er im Jahr 2014 ins Leben gerufen, um zwei große Leidenschaften zu kombinieren: das Schreiben, sowie seine adoptierten Heimat Mannheim. Dementsprechend ist Mannheimat für ihn vor allem eines: „Eine Plattform auf der ich erzählen kann, was ich will.“ Die Begeisterung für „sein“ Mannheim ist Hartmann dabei anzumerken. „Ich bin hierhergekommen und habe alles vorgefunden, was ich brauche, was ich will.“ Auch deshalb möchte er Mannheimat vor allem als eines verstanden wissen: „eine kleine, große Liebeserklärung“ an seine Stadt.

Die Themenpalette von Mannheimat ist dabei reichhaltig. Wichtig ist nur eines: „Es muss mich interessieren“. Genau das sieht Hartmann als einen der wichtigsten Erfolgsfaktoren seines Blogs: Er spricht bewusst eine heterogene Leserschaft an und möchte sich nicht auf eine thematische Richtung versteifen. So schreibt er neben Restaurantkritiken beispielweise auch über Kunst, Konzerte, Persönlichkeiten der Stadt oder Lokalpolitisches, wie z.B. die Problematik mit Bewohnerparkausweisen. Was jedoch niemals fehlen darf: seine eigene Meinung. Er möchte nicht nur informieren, sondern auch seine eigene Sicht der Dinge darlegen – sowohl im positiven wie auch im kritischen Sinne.

Mit seinem Filmprojekt „Mannheimatnight“ sorgte Hartmann im Oktober 2015 sogar im fernen China für Begeisterung.

Dabei ist er sich seiner Reichweite durchaus bewusst. Schmunzelnd erklärt er, wie er im November 2015 eine Kritik über ein Burger-Restaurant verfasst habe und seine Leser diesem anschließend „die Bude eingerannt“ hätten. Auch wenn dies bei weitem nicht die Motivation hinter seinem Blog sei, sieht sich Maximilian Hartmann in seinen Ansprüchen bestätigt. Er betont, dass ihm bei allem, was er anpackt, eine gewisse Resonanz wichtig sei. Ob als Marketingexperte von BLIM, als leidenschaftlicher Blogger über seine Heimat oder seiner dritten großen Leidenschaft, dem Auflegen als DJ – „am Markt vorbei“ arbeiten möchte er keineswegs.

Und „am Markt vorbei“ arbeitet Hartmann mit Mannheimat ganz offensichtlich nicht. Auf Facebook folgen ihm mittlerweile rund 29.600 Menschen. Eine Resonanz, die ihn noch immer begeistert. Einen großen Wunsch hat er allerdings für die nahe Zukunft dennoch: Zum dritten Geburtstag des Blogs – gleichzeitig sein eigener Geburtstag – möchte er Ende Juli die Schallmauer von 30.000 Followern durchbrechen.

Entsprechend erhält er regelmäßig Anfragen von lokalen Unternehmen, die gerne etwas über sich auf Mannheimat lesen würden. Hartmann stellt allerdings klar: „Ich will nicht besonders behandelt werden, ich bezahle mein Essen selbst und auch sonst kann man sich keine Präsenz erkaufen.“ Er legt großen Wert darauf, sich seine Unabhängigkeit zu bewahren und – im Gegensatz zu vielen anderen Blogs – mitunter auch kritische Töne anzuschlagen. Selbstverständlich alles im Namen seiner Liebe zu Mannheim.

Zwar bisher nur Wunschvorstellung, aber im eigenen Büro ist BLIM schon heute Trikotsponsor des SV Waldhof Mannheim

Ebendiese Heimatliebe verhalf ihm im Jahr 2015 zu besonderer Aufmerksamkeit. Auf dem Schlossfest am 12. September 2015 stellte er einen rund zehnminütigen Zeitraffer-Film „MANNHEIMAT“ vor. Aus mehr als 39.000 Einzelfotos hat Hartmann gemeinsam mit seinem Freund Andreas Bradt eine filmische Liebeserklärung an seine Stadt zusammengestellt. Dabei haben die beiden insgesamt 26 Nachtschichten eingelegt, „jedes erdenkliche Handyspiel gegeneinander gezockt“, um lange Wartezeiten zu überbrücken und zu später Stunde „jede Dönerbude der Stadt“ kennengelernt. Das Ergebnis: Ein beeindruckender Film im Zeitrafferformat, der nicht nur in Mannheim für Schlagzeilen sorgte. Sogar in China begeisterte die Produktion von Hartmann und Bradt. Anlässlich der Eröffnung eines Repräsentanzbüros waren Mannheimer Politiker Ende 2015 in die chinesische Hafenmetropole Qingdao gereist – und hatten den Film von Hartmann und Bradt im Gepäck, der dort auch unter der chinesischen Delegation für Begeisterung sorgte.

Und so beschreibt ebendieser Film vielleicht am besten, was den Menschen Maximilian Hartmann auszeichnet: seine Entschlossenheit, Ideen, für die er sich selbst begeistern kann, umzusetzen, seinen Mut, Neues zu wagen und – natürlich – seine tiefe Verbundenheit mit der Stadt Mannheim.

BLIM GmbH im Porträt

Die BLIM GmbH ist eine Agentur für Digitales Marketing und Kommunikation, die seit Anfang 2010 die kreative Szene Mannheims bereichert. Mit Ralph Dreibholz, Maximilian Hartmann und Christoph Schumacher stehen drei der vier Gründungsmitglieder heute gleichberechtigt an der Spitze der Agentur. BLIM erarbeitet Strategien für aufregende Online-Kampagnen, entwickelt moderne Webpräsenzen, produziert aktivierenden Content, schärf Markenbilder und schafft digitale Erlebniswelten, die seinen Kunden im digitalen Lärm Gehör verschaffen. Neben vielen Mittelständlern aus der Region hat BLIM in der Vergangenheit auch mit Großkunden wie der Allianz, Bauhaus oder DB Schenker zusammengearbeitet.
Um die Erfolgsstory der letzten Jahre fortschreiben zu können, sucht BLIM aktuell Verstärkung in den Bereichen „Frontend-Entwicklung“, „Motion Design + Video“ und „Digital + Print“. Auch Bewerbungen für ein Praktikum im Bereich „Grafik + Design“ nehmen Maximilian Hartmann und Co gerne entgegen.

Autor: Tobias Voß

Fotos: BLIM GmbH