Wir haben die Veranstalter des Mannheim Forum 2017 gebeten, den Kongress nochmal für uns Revue passieren zu lassen und eine Vorausschau auf das Forum im kommenden Jahr zu wagen. Was lernt man daraus, einen Kongress mit 500 Teilnehmern zu organisieren und was erfährt man über das eigene Team bei einem solchen Projekt? Welcher Gast hinterließ bleibende Eindrücke? Die Antworten auf diese und weitere Fragen präsentieren wir Ihnen hier in unserem neuen Interviewformat.

Eröffnungsveranstaltung des Mannheim Forum 2017

Was waren die Highlights in Vorbereitung und Durchführung?

Das Aufregende beim Mannheim Forum ist, nach einem Jahr vorbereitender Arbeit die Ergebnisse live auf dem Kongress zu sehen. Er bietet die einzigartige Chance, eine spannende Diskussionsrunde zu einem bestimmten Thema – in diesem Jahr „Umbruch zum Aufbruch“ – mit vielfältigen renommierten Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Medien nach eigenen Vorstellungen zu konzipieren. Solch hochkarätige Referenten persönlich kennenzulernen und während der Podiumsdiskussionen zu beobachten, wie sich aus verschiedenen Positionen der Redner heraus eine angeregte Debatte entwickelt, stellt für jeden sicherlich eine außerordentliche persönliche Bereicherung dar. Während der Durchführung hat am meisten beeindruckt, wie erfolgreich wir die Unternehmen, Partner oder Referenten mit Leidenschaft und Enthusiasmus von unserem visionären Konzept überzeugen konnten.


Welcher Gast hat euch am meisten inspiriert und warum?

Der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch berührte die gesamte Zuhörerschaft: Er ist ein sehr aufgeschlossener und humorvoller Mensch und hat in seinem Workshop spontan vor 60 Teilnehmern referiert statt wie geplant vor lediglich 30. Sein Appell: „Wer etwas verändern will im Leben, muss sich aus seinem Wohlfühlbereich hinausbewegen. Man muss mit Gegenwind rechnen und wissen, dass es nicht leicht wird, aber nur so wird sich die Welt auch weiterentwickeln.“ Nicht weniger inspiriert hat uns Kai Gondlach mit seinem Satz „Uns allen fehlt ein Stück Größenwahn. Einfach mal machen, einfach auch mal die Welt verändern. Das ist nicht so schwer.“

Technik hautnah: Die Teilnehmer des Mannheim Forum können verschiedene Gadgets ausprobieren

Was sind die Pläne für nächstes Jahr MaFo?

Beim Mannheim Forum 2018 soll es eine stärkere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fakultäten der Universität Mannheim und den anderen Initiativen geben. Wir möchten außerdem einen stärkeren Fokus auf die Gewinnung von Partnerunternehmen aus der Rhein-Neckar-Region legen. Für die Teilnehmer werden wir mehr Möglichkeiten schaffen, mit einzelnen Referenten und Unternehmen in ein persönliches Gespräch zu kommen und sich in einem großartigen Netzwerk aus Studierenden, Professoren und Referenten auszutauschen.

Jürgen Trittin und ku.bus Herausgeber Oliver Brümmer im Gespräch während des Mannheim Forum 2017

Mit welchem Gast hattet ihr die intensivsten Gespräche?

Das Mannheim Forum lebt davon, mit hochkarätigen Gästen, die man sonst nur in der Zeitung, im Fernsehen oder im Internet sieht, in unmittelbaren Kontakt zu kommen. Dadurch konnten wir uns im Team mit fast jedem Referenten persönlich unterhalten. Die intensivsten Gespräche führten wir unter anderem mit Jürgen Trittin, Kai Gondlach und Tobias Kriesel, die alle aufgeschlossene und herzliche Persönlichkeiten sind und sich auch bereitwillig die Zeit genommen haben, mit unseren Teilnehmern in Kontakt zu treten. Auf Seiten der Unternehmerschaft sticht besonders Alexander Schwörer, CEO der Peri GmbH, hervor, der sich bereits im dritten Jahr infolge für das Mannheim Forum frei nimmt, um alle drei Tage vor Ort zu sein und mit seinem außergewöhnlichen Engagement nicht nur das Mannheim Forum, sondern auch die Universität Mannheim zu unterstützen.

500 interessierte Teilnehmer zählte das Mannheim Forum 2017

Was habt ihr über euch und euer Team gelernt?

Ohne das Mannheim Forum – Team wäre nichts von alledem möglich gewesen. Ein ganzes Jahr lang organsiert das Team gemeinsam dieses eine Event, teilt Ideen, Visionen und Rückschläge. Erst dadurch und durch die Begeisterung für ein und dieselbe Sache wird das Event zu dem was es ist. Das Interessanteste dabei: Kein Teammitglied hat das Event zuvor miterlebt und trotzdem war jeder mit erstaunlicher Leidenschaft und Ausdauer dabei. Für jeden von uns hat das Mannheim Forum mehr bedeutet, als nur einen dreitägigen Kongress zu organisieren. Wir haben gelernt, dass vieles schief gehen kann und nicht so läuft wie geplant aber dass es mit den richtigen Menschen an der Seite immer eine Lösung gibt.

Individuelle Workshops mit spannenden Inhalten bieten den Teilnehmern einen vertiefenden Einblick in das Leitthema des Mannheim Forum

Wie war das Zusammenspiel mit der Rhein-Neckar Region? Welche Berührungspunkte gab es?

Wir hatten dieses Jahr intensiveren Kontakt mit der Stadt Mannheim bzw. dem Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Diese Zusammenarbeit möchten wir in Zukunft verstärken, um ein offizieller Kongress der Stadt Mannheim zu werden. Außerdem werden wir regelmäßig von regionalen Partnerunternehmen unterstützt, ohne die das Event nicht realisierbar gewesen wäre. Besonders stolz sind wir auf unsere Jubiläumspartner aus der Rhein-Neckar Region, wie zum Beispiel HeidelbergCement, Roche und Reckitt Benckiser Deutschland GmbH. Neben diesen Unternehmen durften wir auch dieses Jahr Mannheimer Startups, wie von Jungfeld und Apliconus, begrüßen.

Das Mannheim Forum 2017 war ein voller Erfolg, das Mannheim Forum 2018 ist bereits in Planung

Autor: Oliver Brümmer

Fotos: Mannheim Forum